Sonntag, 13. Januar 2013

Salta

Heute habe ich zuerst organisiert was man so braucht nach vier Tagen Hippy Town mitten in der Wüste. Geld abgehoben, Wäsche in die Lavanderia gebracht, Lebensmittel eingekauft und Bustickets für die nächste Destination organisiert.

Danach bin ich durch die Strassen gelaufen und konnte schon viel entdecken. Salta wird in den Reisebüchern hervorgehoben als Stadt mit europäischem Flair und hervorragenden Museen (mein Programm von Morgen). Gegründet 1582 ist die Salta heute der touristische Mittelpunkt des Nordwestens von Argentinien. Es stimmt, man fühlt sich wohl in dieser Stadt.

Und wohl gefühlt habe ich mich auch in der Teleferico auf den Cerro Bernardo. Schweizer Qualität. Der Besuch auf dem Hausberg gab mir einen Überblick (ein Foto folgt). Dank einem Gespräch mit Einheimischen auf der Fahrt nach oben, wusste ich auch was ich bei Platzregen in dieser Gegend machen kann, ins Kino und Souvenirs kaufen.

Wieder in Argentinien

Nach einer eindrücklichen Busfahrt von San Pedro über die Anden nach Salta habe ich zuerst einmal lange geschlafen. Wir sind mit ca. drei Stunden Verspätung abgefahren und mussten die Grenze und Strasse mit den Teamwagen der Dakar 2013 (www.dakar.com) teilen. Die Rennwagen hatten die gleiche Route wie unser Bus, einfach off road. Die Rally geht durch Peru, Chile und Argentinien.

Ich habe mir einen guten Sitz geleistet und konnte so die Fahrt noch mehr geniessen. Nach dem Paso de Jama (4200 m) sind wir noch einmal an einem grossen Salzsee (Salinas Grandes) vorbeigefahren. Die Landschaft bis Jujuy ist wirklich beeindruckend. Die Fahrt hat sich trotz den 12 Stunden gelohnt.

Freitag, 11. Januar 2013

Valle de la Luna und Valle de la Muerte

Diese zweite Tour hat erst am Nachmittag begonnen. Wir fuhren zuerst in das Tal Valle de la Muerte. Nach der Legende wurden hier 300 Einheimische von den Spanischen Truppen geköpft und so hat die Region den Namen Tal der Toten erhalten. Eine Mischung aus Fels und Dünen. Eine beliebte Gegend für das Sand Snowboarden.

Das Valle de la Luna erinnert an die karge Mondlandschaft und wurde aus diesem Grund vom Padre R. P. Gustavo Le Paige auch so benannt. Er hat die Region erkundet und entsprechende Karten erstellt. Er ist in der Stadt mit einem Strassennamen und mit einem Museum sehr präsent und eine wichtige Persönlichkeit in der Geschichte der Atacameños. Das Tal befindet sich am Rande der Salar de Atacama und bildet den sechsten Sektor des im Jahre 1990 gegründeten Nationalpark Los Flomencos. Neben atemberaubenden Tälern sind die Tres Marias eine Sehenswürdigkeit. Abschliessend konnten wir von einem kleinen Berg aus noch den Sonnenuntergang geniessen.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Von 2438 auf 4300 m

Gestern früh um 7 Uhr sind wir in San Pedro abgefahren. Sieben Stunden war ich unterwegs mit einem super Guide und 6 anderen Touristen. Diese kleine Gruppe hat auch alternative Stopps unterwegs ermöglicht und wir haben von seinen Informationen profitiert. Langsam sind wir in die Höhe gefahren - von 2438 auf 4300 m. Der erste Halt war an der Laguna Chaxa mitten in der Salar de Atacama. Der Salzsee liegt auf 2300 m und hat eine Fläche von 320 000 Hektaren. An den wenigen Tagen wo es regnet muss diese Gegend ebenfalls spektakulär sein. An diesem Ort kann man speziell den Andischen Flamingo beobachten. Es leben ca. 40'000 Exemplare in dieser Gegend.





Nach einem reichhaltigen Frühstück (der Guide hatte sogar eine Tischdecke und Milch für den Kaffee dabei) aus Avocado, Brot und Käse sind wir weitergefahren. Unser Ziel die Lagunas Miscanti y Miniques die auf 4300 m liegen. Eine faszinierende Landschaft.





Zum Schluss hielten wir noch in einem zweiten Dorf. Die Toconao Community (Hidden Valley) hat 700 Einwohner und organisiert sich sehr gut. Durchs Jahr wird das Wasser aus den Anden bezogen. Das Wasser dient als Stromquelle und zur Bewässerung der kleinen Plantagen mit Quinoa oder Mais. Die Einheimischen besitzen in der gesamten Region das Land, den Strom und das Wasser, sie sind zudem zuständig für die zahlreichen geschützten Gebiete. Das Dorf zeigt die Bauweise sehr eindrücklich. Alle Häuser sind aus Liparita, einem vulkanischen Stein, der die Räume isoliert.



Am Abend bin ich dann noch mit dem Mountainbike in ein Tal gefahren und bin den Touristen in der kleinen Stadt entflohen.





Heute Nachmittag steht eine zweite Tour an. Ich fahre ins Valle de la Luna und das Valle de la Muerte. Berichte dann aus Salta davon. Fahre Morgen mit dem Bus nach Argentinien. Die Fahrt dauert je nach Grenzkontrolle 10 bis 12 Stunden. Habe mir die Kategorie Cama geleistet und mich mit einem guten Buch, Malonys (von Boris) und Nähzeug für die Flaggen von Chile und Argentinien ausgerüstet. Die kommen auf meinen Reiserucksack.

Dienstag, 8. Januar 2013

Von 0 auf 2438 m

Ich bin seit gestern Montag alleine unterwegs. Boris hat mich noch auf den Bus gebracht. Von Iquique bin ich via Calama nach San Pedro de Atacama gefahren. Aus sieben wurden plötzlich zehn Stunden. Die Fahrt war aber wunderschön. Zuerst entlang der Küste in den Süden nach Topocilla und danach durch sich verändernde Wüstenlandschaft bis hoch auf rund 2438 m. Ich habe die Höhe nach meiner Ankunft etwas gemerkt. Ich versuche viel zu trinken und der Sonne so gut es geht auszuweichen.

Diese Region lebt vom Bergbau. Calama zum Beispiel hat eine rieseige Kupfermiene. Die Stadt floriert und zieht immer mehr Arbeitskräfte an. Der absolute Gegensatz zur besuchten Geisterstadt.

San Pedro ist Ausgangspunkt für viele Trekkings und Touren in die Salzwüsten und die nahen Anden. Zur Zeit ist die Grenze nach Bolivien geschlossen, ansonsten kann man von hier aus bis Sucre mit 4x4 Jeeps. Die Stadt ist bis auf das letzte Bett voll. Man sagt 2000 Einheimische und in der Hochsaison bis 7000 Gäste. Ist für mich noch schwer zu glauben. Auf alle Fälle tummeln sich auf den staubigen Strassen im Zentrum viele Nationen.

Morgen unternehme ich eine erste Tour in die Umgebung. Dann habe ich wieder mehr zu erzählen und hoffentlich ein paar schöne Fotos.