Samstag, 19. Januar 2013

Iguazu II

Erst auf der brasilianischen Seite wird einem das Ausmaß der Wasserfälle bewusst. Man hat hier Gelegenheit die Fälle aus der Ferne. Einfach gigantisch.

- Anzahl: 20 grössere und 255 kleinere
- Breite: 2,7 Kilometer
- Höhe: zwischen 82 und 64 Meter
- Wassermenge: zwischen 1500 und 7000 m3/s

Morgen fliege ich nach Sao Paulo und besuche Monica und ihren Mann Daniel. Wir waren 2008 zusammen an der Universität in Lyon.

Freitag, 18. Januar 2013

Iguazu

Heute bin ich doch tatsächlich eine Stunde zu früh aufgestanden. Mein Natel hat die brasilianische Zeitzone automatisch übernommen. Geschlafen habe ich aber in Argentinien und der Park öffnet natürlich auch nach Argentinischer Uhr. Jetzt weiss ich auch, warum ich die einzige Touristin im Bus war. Zum Glück geht der Park in der Hochsaison bereits um 7.30 Uhr auf. Ich musste nur kurz am Eingang warten.
Der Tag selber war dann aber super und ich hatte für das Highlight des Parks etwas Vorsprung gegenüber der Masse. Es verschlägt einem den Atem beim Anblick der Garganta del Diablo – ein Halbkreis aus Wasserfällen. Ein Teil des Park ist auf Grund des vielen Wassers geschlossen. Umso mehr profitiert der Besucher von eindrücklichen Bildern. 

Der Park ist gut mit Wanderwegen und Stegen erschlossen und man kommt den Fällen sehr nahe. Drei verschiedene Wege führen an die Fälle. Wie beim Perito Moreno wurde hier, zumindest zu vorderst bei den Fällen, der Besuch in Einklang mit der Natur gebracht. Das restliche Gebiet ist mit WCs und Verpflegungsstationen durchorganisiert. Ein kleiner Zug stellt zudem sicher, dass man nicht zu viel laufen muss. Hier habe ich mich nicht geweigert das Touristenzügli zu nehmen. Es ist wirklich heiss und feucht.
Jeder der schon mal hier war, hat mir empfohlen ein Boot zu nehmen. Es sei spektakulär. Es war genial. Die Spinner fahren ganz nah an die Fälle. Zum Glück verteilen sie neben Schwimmfesten auch wasserdichte Säcke. Die Schuhe habe ich zum Glück vor dem Einsteigen durch Flip Flops ersetzt. Ich war nach dem Höllenrit "pflotschnass". 

Morgen schaue ich mir die Fälle von der brasilianischen Seite an und übernachte dann dort. Der Flug nach Sao Paulo geht Sonntag früh vom Flughafen Foz de Iguazu.


Mittwoch, 16. Januar 2013

Cafayate

Seit zwei Tagen bin ich in Cafayate – ca. 180 km südlich von Salta. Die Gegend ist nach Mendoza das zweite wichtige Weinanbaugebiet in Argentinien. Bereits die vierstündige Busfahrt war ein Erlebnis. Cafayate ist zudem eine beliebte Ferienregion der Argentinier.

Am ersten Tag habe ich wie üblich die Gegend mit einem Mountainbike erkundet – durch die Reben Richtung Berge. Auch hier gehört viel Land den Natives und so hat der Dorfchef persönlich meine Angaben aufgenommen, um sicherzustellen, dass ich das Tal wieder verlasse. Ich war im Vergleich zu den anderen Touristen früh unterwegs und so hatte er Zeit für ein Gespräch. Das Bike konnte ich mit einer freiwilligen Spende ebenfalls da stehen lassen. Bewacht von drei Polizisten aus Salta. Ein verschlafenes Nest, aber in der Hochsaison erhöhen Sie die Polizeipräsenz – ähnlich wie in Bariloche. Nach einem ca. einstündigen Hike in ein kleines Tal mit Fluss bin ich hungrig nach Cafayate zurückkehrt. Dort habe ich mir eine Runde Empanadas (die Besten bis jetzt) und ein Bier gegönnt. Den Rest des Tages habe ich mit Lesen verbracht und das kleine Hotel genossen.

Heute war ich noch fauler. Habe die Bodega Nanni besucht. Dieses Weingut ist seit vier Generationen in der gleichen Familie und seit ein paar Jahren produzieren sie Bio Wein. Der Weinkeller ist in der Nähe der Plaza und lädt mit einem grünen Innenhof zum verweilen ein.

http://www.bodegananni.com/EN/index.html

Morgen reise ich via Salta nach Puerto Iguazu.

Sonntag, 13. Januar 2013

Museo de Arqueologia de Alta Montagna (MAAM)

Heute war ich im Museo de Arqueologia de Alta Montagna (www.maam.gob.ar). Die Ausstellung informiert über die Inca Kultur und im Speziellen über die Opferung von Kindern. Im MAAM befinden sich drei der weltweit am Besten erhaltenen Mumien – die Kinder des Vulkans Llullaillaco.
Die Inkas haben in unregelmäßigen Abständen Kinder auf den höchsten Bergen der Anden geopfert, um ihre Götter milde zu stimmen. Die Berge waren in der Kultur der Inka heilig. 1999 gelang es einem Team von Archeologen auf dem Vulkan Llullaillaco (6739 m) eine Grabstätte mit drei Mumien auszuheben. Die Kinder des Llullaillaco und die Gaben für die Götter sind sehr gut erhalten. Sogar Gesichtszüge lassen sich noch erkennen und die Kleider sowie die Farben der Stoffe wurden über die Jahre nicht beschädigt. Kleine Figuren aus Silber und Gold (illas), Töpfe und Schmuck werden den Kindern auf ihre Reise mitgegeben.
Die ausgewählten Kinder wurden zuerst in das zeremonielle Zentrum Cuzco gebracht. Diese Reise konnte Monate dauern. Dort waren Sie Mittelpunkt der Zeremonie (capacocha) und wurden symbolisch verheiratet. Diplomatische Beziehungen wurden so zwischen den Stämmen des Inka-Reichs verbessert. Nach der Rückkehr wurden diese Kinder auf einem der höchsten Berge geopfert. Es wurde ihnen chicha verabreicht (starker Alkohol), um sie bewusstlos zu machen. Teilweise wurden sie dann in den Grabkammern lebendig eingemauert. Habe Euch weiter unten noch zwei Links angefügt.
Die Bergung der Mumien war umstritten. Heute sind sich auch die Einheimischen der Region einig, dass es zum Erhalt des kulturellen Erbes wichtig ist, die Mumien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Salta

Heute habe ich zuerst organisiert was man so braucht nach vier Tagen Hippy Town mitten in der Wüste. Geld abgehoben, Wäsche in die Lavanderia gebracht, Lebensmittel eingekauft und Bustickets für die nächste Destination organisiert.

Danach bin ich durch die Strassen gelaufen und konnte schon viel entdecken. Salta wird in den Reisebüchern hervorgehoben als Stadt mit europäischem Flair und hervorragenden Museen (mein Programm von Morgen). Gegründet 1582 ist die Salta heute der touristische Mittelpunkt des Nordwestens von Argentinien. Es stimmt, man fühlt sich wohl in dieser Stadt.

Und wohl gefühlt habe ich mich auch in der Teleferico auf den Cerro Bernardo. Schweizer Qualität. Der Besuch auf dem Hausberg gab mir einen Überblick (ein Foto folgt). Dank einem Gespräch mit Einheimischen auf der Fahrt nach oben, wusste ich auch was ich bei Platzregen in dieser Gegend machen kann, ins Kino und Souvenirs kaufen.